Vom Apfel zum Saft
Einen besonderen Unterrichtstag durften wie im letzten Jahr die beiden Klassen in Niederbergkirchen erleben. Weil im Pfarrgarten viele Äpfel und Birnen heruntergefallen waren oder am Baum zu verfaulen drohten, machten sich ...
...Frau Weingartner, Frau Schranner, sowie Elisabeth und Anna vom Gartenbauverein ans Werk, zusammen mit den Kindern Apfelsaft zu pressen. Gut ausgerüstet wurden zuerst die Äpfel aufgesammelt bzw. vom Baum geschüttelt oder gepflückt, nach brauchbar und verdorben sortiert und gewaschen. Schließlich sollten im fertigen Saft keine Stoffe landen, die den Saft schneller verderben lassen.

Sehr genau achteten die Kinder beim Sortieren der Äpfel und Birnen darauf, dass sich auch kein verdorbener Apfel in die Kiste verirrte. Anschließend ging es in die Presserei. Das gesammelte Obst wurden dort maschinell gehäckselt. Der so zerkleinerte Obstbrei wurde in Holzrahmen und Tüchern zum Pressen vorbereitet. Die Schüler stapelten dazu Schicht um Schicht aufeinander.
Mit einem Kraft von 10 Tonnen wurden jetzt die zerhäckselten Äpfel gepresst und der Apfelsaft floss in Strömen. Mit einem Sieb wurde er von groben Stücken gereinigt und in einem Flüssigkeitstank gesammelt. Von dort gelangte der kalt gepresste Saft in einen Durchlauferhitzer, wo er auf 80° Celsius erhitzt wurde. Dadurch werden Bakterien abgetötet und der Saft für mehrere Jahre haltbar gemacht.

Zum Schluss wurden die abgefüllten Saftbeutel in Kartons verpackt und in die Schule gebracht. Insgesamt 70 Liter (!) leckeren Apfelsaft können die Schülerinnen und Schüler nun in den nächsten Wochen in der Pause trinken. Die Grundschule Niederbergkirchen bedankt sich sehr herzlich für diese tolle Aktion. Die Kinder erhielten einen wertvollen Einblick in die Produktion von Lebensmitteln.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir auch Bettina Schranner. Sie ging gruppenweise mit jeweils 10 Kindern zum Acker an der Sarlinger Straße. Dort bewirtschaftet der Gartenbauverein Niederbergkirchen mit und für die Kinder ein Ackerbeet, wo Bohnen, Tomaten, Sellerie, Kartoffeln, Chillischoten und und noch viel mehr Gemüse angebaut wird. Der Gartenbauverein freut sich auf zahlreichen Besuch am Erntefest am 9. November und tatkräftige Unterstützung im nächsten Jahr.